Hallo, mein Name ist Chato von...  Geboren bin ich am 24.September 2000. Da spielt gerade Quaja "fang den Stock mit mir".  Mein brauner Bruder Sokar von... macht Ausstellungs- kariere während mein Leben nicht allzu glücklich verlief. Nach 4 Tagen im neuen Heim war ich schon das erstemal ernsthaft krank und bekam 2 Tage hintereinander Infusionen.

  Das war meine bevorzugte Schlafstellung.

 Als ich 5 Monate war bekam ich am rechten Kniegelenk eine oberflächliche Geschwulst die Operiert werden musste  und 3 Wochen später fing ich fürchterlich zu humpeln an. Also wieder zum Tierarzt, Röntgen und dann die Diagnose beidseits Isolierter Procesus anconeus. Frauchen lies eine schräg Osteonomie ( schräge Knochendurchtrennung an der Ullna) machen weil ich noch so klein war. Die Chance war 50% das das kleine Knochenstück in meinem Ellbogen anwachsen würde und ich später normal  ohne Schmerzen laufen könnte. 

  Das bin ich nach der OP, ich musste 6 Wochen im Kinderlaufstall bleiben damit ich mich nicht bewege, nicht laufe und springe wie es normal Hunde in meinem alter machen... Meine Mahlzeiten wurden auch reduziert damit ich nicht zu schwer wurde, das war eine schlimme Zeit. Natürlich standen auch viele TA besuche an, nach 6 Wochen wurde ich wieder geröntgt und hurra es war angewachsen das kleine Knochenstück in meinem Ellbogen, aber die durchtrennten Laufknochen wollten nicht zusammenwachsen!! Also weiterhin schonen, Schmerzmittel und Spritzen usw...

   Das bin ich 3 Wochen vor meinem ersten Geburtstag und deutlich sieht man meine immer noch dicken Knochen. Mein Anconeus ist vollkommen angewachsen aber die durchtrennten Ullnaknochen nicht. Ich war noch nie in meinem Leben spazieren, bin noch nie durchs hohe Gras gelaufen um mit Quaja fangen zu spielen, war noch nie im Wald... Tierarztbesuche, Schmerzmittel das war mein bisheriges Leben. 

In der nächsten Woche fuhr Frauchen wieder mit mir zum TA weil ich links fürchterlich hinkte, wieder wurde ich geröntgt und  das Ergebnis war fürchterlich, niemals richtig laufen können und immer Schmerzen. 

In der darauffolgenden Woche haben sich zu Hause alle um mich gekümmert und mich betüdelt und sogar zu fressen bekam ich was ich wollte und Ohren, Ochsenziemer, Kekse usw...

Am 17. September 2001 ist Frauchen wieder mit mir zum Tierarzt gefahren, wieder wurde ich auf den Tisch gehoben wie so unzählige male vorher und wieder wurde eine Kanüle in meinen rechten Hinterlauf gelegt. Frauchen hat geweint und mich ganz fest gestreichelt, dann bin ich eingeschlafen....

 

Ich war keine Händlerware, ich war aus einem renommierten Rassehundeverband und ich bin trotzdem kein Einzelfall. 

WARUM tun die Menschen so etwas. 

WARUM werden so viele Kranke Hunde  in kauf genommen nur um einen Ideal nahe zu kommen das von Menschen erdacht wurde? 

WARUM?

Euer Chato 

 

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