Die Erziehung und Ausbildung des Mastino Welpen, überhaupt von Welpen, sollte vom ersten Tag, im neuen Zuhause, an beginnen. Alles was ein Welpe bis zur max. 20 Lebenswoche gelernt hat vergisst er sein Leben lang nicht mehr. Ein Welpe ist ständig auf der Suche nach neuem Lernstoff und "Saugt" alles in sich auf was wir ihm zeigen. Die Zeit und Geduld die man in die Erziehung und Ausbildung investiert wird sich ihr ganzes gemeinsames Leben lang wiederfinden! 

 




Ihr kleiner Welpe ist ausgezogen, die Welt kennen zu lernen. Machen Sie nicht den Fehler ihn  aus lauter Vorsicht zu isolieren oder ihn vermeidbaren Belastungen und Gefahren auszusetzen. Wenn Ihr Welpe ungefährdet laufen kann, lassen Sie ihn von der Leine. Er braucht dieses Vertrauen. Läuft er weiter fort, und haben Sie die Möglichkeit sich zu verstecken, dann tun Sie das. Er wird Sie aufgeregt suchen und Sie nie wieder aus den Augen verlieren. 
Ihr Welpe ist gesund und darf natürlich auch bei kaltem Wetter und Schnee heraus. Achten Sie jedoch darauf, dass sich der Welpe bewegt. Ist er müde und legt sich hin, holen Sie ihn gleich ins Haus zurück damit er sich nicht verkühlt.

Überlegen Sie, welche Erwartungen Sie an Ihren zukünftigen Begleithund haben. Werden Sie ihn mit in den Urlaub nehmen, in Restaurants, zum Einkaufen, muss er Sie häufig im Auto begleiten? Zeigen Sie Ihrem Welpen möglichst viel. Wenn er noch klein ist, nehmen Sie ihn auf den Arm und reden Sie beruhigend mit ihm. Alles was Sie ihm jetzt, ohne Angst bei ihm zu erzeugen, zeigen, wird er später gelassen mit Ihnen gemeinsam unternehmen. 
Hat Ihr Welpe Gelegenheit mit anderen Hunden zu spielen, so ist das für seine Entwicklung geradezu ideal. Allerdings sollten Sie darauf achten, nicht ein jeder Hund spielt gerne mit einem Welpen ( zu roh oder aggressiv ). Setzen Sie ihren Welpen nicht dieser psychischen Belastung aus. Schauen Sie auch, dass die Kräfte gerecht verteilt sind. Erkennen Sie rechtzeitig, wenn er genug hat (z.B. er beschränkt sich aufs Abwehren).

Probleme entstehen in der Regel, nicht nur beim Hund, durch Eifersucht. Unterschätzen Sie dieses Thema nicht! In Anwesenheit Ihres Hundes spielen, füttern oder streicheln Sie keinen fremden Hund.




Stubenreinheit: Welpen müssen sich nach jeder Mahlzeit, jedem Nickerchen und jeder Spielstunde lösen  können. Beginnt der Kleine mit der Nase am Boden zu schnüffeln ist eile geboten. Heben sie ihn hoch (Den Hund nie an der Vorderpfoten hochziehen oder unter die „Arme“ greifen. Von Anfang an: Den Welpen mit der einen Hand unter die Brust und mit der anderen Hand unter den Po fassen. Dabei die Ellenbogen des Welpen zum Körper drücken.) und bringen sie ihn an eine Stelle im Garten wo er sein "Geschäft" erledigen kann. Loben sie ihn tüchtig wenn es geklappt hat. Schlagen oder tadeln Sie ihn niemals oder stecken ihn mit der Nase in sein Geschäft! Er ist daran nicht schuld, Sie haben ihn nicht schnell genug heraus gebracht!

Platz im Haus: Sein Lager sollte sein Reich sein, wo er sich ungestört erholen kann. Andererseits will er immer „ein Auge auf alles“ haben – daher sperren Sie ihn auf keinen Fall weg! Der Platz soll zugfrei sein und warm, ohne dabei direkt an der Heizung zu liegen.
Deshalb überlegen Sie sich schon vorher, wo der Hund seinen Platz im Hause haben soll.

Kauen: Der beliebteste Zeitvertreib für Hunde ist es, seine Zähne in saftigen Knochen zu versenken, nur leider ist dieser Knochen nur allzu oft Bestandteil  unserer Hand. Hunde müssen kauen und nagen zur Stärkung der Kiefermuskulatur, Festigung des Zahnfleisches und zur Reinigung der Zähne. Unsere Aufgabe ist es nun diesen Kaudrang in geordnete Bahnen zu lenken, d.h. auf kaugeeignete Gegenstände! Alles was Sie tun müssen ihrem Mastino Napoletano geeignetes Spielzeug zu beschaffen und ihn loben, wenn er es benutzt. Wie bereits mehrfach erwähnt, ist der Halter dafür verantwortlich, seine Wohnung Hundesicher zu gestallten. Der beste Weg dahin ist Vorbeugen - verstauen Sie die Schuhe, Handtaschen, Papierkörbe, Pflanzen und andere "schmackhafte" Gegenstände außerhalb der Reichweite eines heranwachsenden Hundemauls.  Wenn Sie Ihre Möbel lieben, geben Sie ihm  ein Stück Holz oder ein Stöckchen (es ist leichter die Wohnung zu putzen, als sich ständig neue Möbel zu kaufen), geeignet sind auch Kauknochen, Gummiringe, Bälle oder ein Handtuch mit einem Knoten. Achten Sie bei der Auswahl des Spielzeugs darauf, dass dieses für den Welpen ungefährlich ist.

Gewöhnen Sie Ihren Welpen an Halsband und Leine. Beginnen Sie mit einem weichen Halsband, welches er zunächst ständig trägt. Befestigen Sie dann eine Leine an das Halsband, die lang genug ist, um auf den Boden zu reichen. Jetzt kommt es darauf an,
bleibt der Welpe zurück, so locken Sie ihn mit Leckerle zu Ihnen und ermutigen ihn zum
Vorwärtsgehen. Auf keinen Fall ziehen oder zerren Sie an der Leine oder schleifen ihn nach. Um so mehr wird sich der Hund gegen die Leine sträuben und keinen Schritt vorwärtsmachen, sondern sein Hinterteil wird am Boden festkleben.
Ein noch so schöner, großer Garten ersetzt nicht den täglichen Spaziergang. Achten Sie beim Auslauf des Hundes, dass Sie den Hund in immer wieder kürzeren Zeitabständen zu sich rufen und ihm ein Leckerle als Belohnung geben. So wird der Hund immer gerne zu Ihnen zurückkommen und sich ggf. anleinen lassen. Läuft trotzdem ein Welpe in die falsche Richtung und reagiert nicht auf Zurufe, auf keinen Fall hinterherlaufen!
Laufen Sie in die entgegengesetzte Richtung und rufen Sie den Welpen. Wenn er zurückkommt, egal wie sehr Sie sich geärgert haben, loben Sie den Hund! Der Hund begreift nur den Augenblick. Wenn Sie ihn beim Herankommen schlagen, wird er nie mehr freudig zu Ihnen kommen.

 

 

 

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