
1. 18. November 1968 ( Landau, Pfalz): 14 Tage altes Baby von Schäferhund totgebissen
Vgl: Bleseke I, S. 57
2. 18. März 1971 (Wunsiedel (Ofr.): Vierjähriger von Schäferhund totgebissen Vgl. Bieseke I.S.
58
3. 2: Januar 1927 (Frankfurt/M): Schäferhunde bissen 73jährigen tot Vgl. Breitel / Luft:
"Aggressives Verhalten von Hunden gegnüber dem Tierhalter", in: Archiv für Kriminologie, Bd. 151.
Jan.-Jun. 1973, 4951, Bleseke I. 58
4. 25. April 1973 (Waiblingen), Der 10jährige Schüler St. F. von zwei Schäferhunden getötet
Vgl. Bieseke I, 117-118
5. 23: März 1974 (Saarland): Deutsche Dogge tötete 6jähriges Nachbarskind (Derzeit nicht
nachweibbar, da Kopie z. Zt.verlegt.)
6. 30. September 1974 (Herne): 12jähriger K.-D.K. von Schäferhunden getötet Vgl. Bieseke I, 97
7. 6. Oktober 1974 (Dinslaken): Der 8jährige T.B. von Schäferhunden getötet Vgl. Breitsamer,
Fall 1 Bieseke I, 106
8. Januar bis Juni 1976(Stadt im Schwarzwald): 69järige geitig behinderte Frau von zwei
Schäferhunden getötet Vgl: Mittmeyer / Staak / Kraemer. "Über Verletzungsmuster und
Identifizierungsprobleme bei Hundebissen", in: Archiv für Kriminologie, Bd. 157, Jan.-Ju. 1976,
172-178
9. Januar bis Juni 1976: 49jähriger Alkoholiker von Spitz-Dackel-Mischling getötet Vgl. wie vor:
Archiv für Kriminologie, bd. 157, Jan.-Jun. 1976, 172-178
10. Sylvester 1997 (rödental b. Coburg): Zum Verhalten unserer Hunde. Wieder haben
Schäferhunde Kinder getötet oder schwer verletzt" Vgl. Wehner in Kriminalistik, 1977, 3,
125-27. Anm. Es handelte sich um einen Leonbergerrüden und eine Schäferhündin, die einen
6jähr. Jungen so stark verletzten, daß dieser nach sieben Stunden verstarb.
11. Januar 1977 (Karlsruhe): 5jähriger Junge von zwei Schäferhunden getötet (Derzeit nicht
nachweisbar, da Kopie z. Zt. verlegt.)
12. 5. April 1977 (Berlin-Frohnau): Deutsche Dogge tötete den 3jährigen E.K. Vgl. Bieseke I, 77;
Bieseke II, 80-92, Breitsamer, Fall 2
13. 13. August 1977(Delmenhorst) Schäferhund oder entlaufener Wolf? tötete 7jährigen
Jungen Vgl. N.N. in Kriminalistik, 1977, 10, 474
14. 10. September 1979 (Rothenburg o.d.T.): Schäferhund zerfleischte 82jährige Vgl. Bieseke I,
59-60
15. 1982 (Berlin): Zwei Dobermannhunde töteten 6jährigen Jungen Vgl. Breitsamer, Fall 3
16. 1982 (Recklinghausen): Zwei Schäferhunde töteten 5jährigen Jungen und verletzten die
abwehrende Tante Vgl. Breitsamer, Fall 4
17. März 1983 (Raum Düsseldorf): 34jährige Frau von Ihrem Rauhhaardeckel und
Schäferhund-Spitz-Mischling getötet Vgl. Mätzler: "Von Hunden getötet und angefressen" in
Kriminalistik, 1983, 12, 634-6.
18. 1983 (München). Sibirischer Husky sprang durch ein Fenster und tötete 10 Tage alten
Säugling Vgl. Breitsamer, Fall 5
19. August 1984 (Straubing): Zwei streunende Schäferhundrüden töteten 79jährigen
Pilzsammler Vgl. Breitsamer, Fall 6
20. 16. Januar 1985 (Hannover): Alte Frau von 31 Saluki-Windhunden zerfleischt Vgl. Bieseke II,
48, Breitsamer, Fall 7
21. Anfang Januar 1985 (Nähe Nürburgring): Schäferhundrüde tötete junge Frau Vgl. Bieseke II,
48, Breitsamer, Fall 8
22. 28. Januar 1998 (Gießen): 10jähriges Mädchen beim Eisschlittern von zwei Schäferhunden
getötet Vgl. Bieseke I, Breitsamer, Fall 9
23. 8 Februar 1985 (Straubing): Strafe für Besitzer von "Killerhunden", Schäferhunde hatten
Rentner getötet und zwei Personen verletzt Vgl. Bieseke II, 48
24. 18 Mai 1985 (Flensburg): Zwei Schäferhunde fielen über Mädchen her - 11jährige
totgebissen Vgl. Bieseke, 49, Breitsamer, Fall 10
25. 2. August 1985 (Peulendorf b. Bamberg): Jagdhund biß 3jähriges Mädchen tot Vgl. Bieseke II,
50
26. 6. August 1985 (Berlin): Biß Dogge 48jährigen zu Tode? - Hundebesitzer ehauptet: Biß
stammt voneinem Schäferhund Vgl.Bieseke II, 50
27. 1. Januar 1986 (Lanelsheim-Bredelen b. Gosier): Rentner zerfleischt - die Polizei schoß nicht
Vgl. Bieseke II, 123-139, Breitsamer Fall 11, auch Bild, Ausg. v. 2. und 3.1.1986, ferner Spiegel,
Ausg. 17.2.1986, 104-112
28. 6. Februar 1986 (Frankfurt / M.): Zwei Deutsche Doggen bissen der 61jährigen Arztfrau B.M.
die Kehle durch Vgl. Breitsamer, Fall 12
29. 1. Februar 1988 (Gammelsdorf in Bayern): Schäferhund biß alte Dame tot Vgl. Bieseke, 55
30. 5. November 1988 (Buchen im Odenwald): Pitbulls bissen Kopf ab - Hunde fielen über
Züchter her Vgl. BiesekeII, 57
Zu den Quellen:
Bieseke I: Bieseke, Detlef: "Wenn Adenauer Hunde geschlachtet hätte. - Die Selbstverwirklichung des
Hundes durch Beißen. Eine Aufzeichnung des Schreckens", Berlin: Ararat 1986
Bieseke II: Wie vor. "Alle Hunde in den Himmel. - Bissiges zu einem Mißbrauch", Böblingen: Tykve 1988
Breitsamer, Franz: "Wenn Hunde Menschen töten - eine fachpolizeilische Untersuchung für die Praxis -
Naturbedingtes Fehlverhalten der Tiere oder vorwerfbares Schuldverhalten der Menschen?", in: Die
Polizei, 1986 (77), 8: 267-271
Nachdem zwei Rottweiler im Krs. Euskirchen ein dreijähriges Kind und dessen Mutter ebenso
lebensgefährlich verletzten stellte in NRW der Abg. Klütsch am 8. September 1988 die Kleine Anfrage
1392 Unfälle mit Kampfhunden.
(übernommen von www.maulkorbzwang.de)
Amerikanische
Veterinärmediziner und Hundeforscher haben die in Deutschland geltende
Regelungen zum Schutz vor gefährlichen Hunderassen heftig kritisiert. Wie
„Der Spiegel“ meldet, rügten sie auf einer Tagung der internationalen
Gesellschaft für Anthrozoologie in Davis, Kalifornien, dass durch die in den
letzten Jahren in Kraft getretenen Vorschriften Hunde psychisch und physisch
gequält würden. Nach Ansicht der US-Forscher ist es „wissenschaftlich unmöglich“
zwischen friedlichen und aggressiven Hundezüchtungen zu unterscheiden. Noch
nicht einmal für die Einordnung der Vierbeiner in Rassen gäbe es eine
ausreichende wissenschaftliche Grundlage. Auch wenn sie sich äusserlich stark
unterscheiden, seien Chihuahua-Hündchen, Deutsche Schäferhunde und sogar Wölfe
genetisch weitgehend identisch. Spezielle Verhaltensmerkmale der Vierbeiner
seien so gut wie immer antrainiert und nicht das Ergebnis von vererbten
Charaktereigenschaften. Auch die zum Nachweis der Gefährlichkeit herangezogenen
Beiss - Statistiken haben in den kritischen Augen der US-Forscher keinen
Bestand: „Es gibt ein Melde- Problem“, konstatiert Anthony Pobderscek,
Tiermediziner an der University of Cambridge; „Golden Retriever beissen, auch
Labrador Retriever beissen - aber bei ihnen hängt es keiner an die große
Glocke“.